Trächtigkeitstagebuch
Jaci & Charlie
Läufigkeit & Deckzeit
Am 14. September beginnt Jaci’s Läufigkeit - ich bin so gespannt auf unser neues Welpenabenteuer - und unser Charlie als Papa - ich freue mich so sehr!
Am 25. September, Tag 12 der Läufigkeit, zeigt der erste Progesterontest mit 0,2 ng/ml, dass alles noch ganz am Anfang steht. Aber bei Jaci
Tag 14 der Läufigkeit, Samstagabend, 27. September: Jaci ist abends plötzlich sehr aufgeregt, sucht intensiv Nähe und reitet immer wieder auf Charlie auf. Dieses klare Signal nehme ich ernst und entscheide mich, es am nächsten Morgen mit den beiden zu probieren. Zwar haben wir nun keinen aktuellen Progesteronwert, da natürlich mal wieder Wochenende ist und unser TA zu hat, aber ihr Verhalten ist eigentlich ziemlich eindeutig!
Tag 15 der Läufigkeit, Sonntag, 28. September: Als sich die beiden am Morgen wiedersehen - Charlie schläft nachts aktell getrennt von seinen Mädels bei Egon - ist die Freude der beiden riesig. Sie spielen erst ausgelassen miteinander, schnuppern, stupsen sich gegenseitig an und genießen sichtbar die gemeinsame Zeit. Es ist wunderschön zu beobachten, wie vertraut und harmonisch sie miteinander umgehen. Nach dieser kleinen Spielphase wird es ruhiger – und das Besondere dabei: es ist Charlie’s allererstes Decken!
Man merkt aber sofort, wie natürlich und instinktsicher er agiert, als hätte er nie etwas anderes getan. Mit einer bewundernswerten Ruhe, Geduld und Achtsamkeit gibt er Jaci Zeit, achtet auf jedes ihrer Signale und es dauert nicht lange und die beiden hängen zusammen. Er bleibt auch während des Knotens völlig gelassen und sicher im Stand. Seine liebevolle Art und das gegenseitige Vertrauen machen diesen Moment zu etwas ganz Besonderem. Dadurch wird eine harmonische, stressfreie Bedeckung ermöglicht, bei der sich beide Hunde einfach wohlfühlen dürfen.
Tag 16, Montag, 29. September: Ein weiteres, entspanntes und liebevolles Decken bestätigt den optimalen Zeitpunkt – alles fühlt sich richtig an. Nun beginnt das schönste Warten der Welt!
Nachdem alles schon so toll geklappt hat, bin ich am Montag nicht sofort erneut zum Tierarzt, sondern habe den Progesteronwert dann nochmal am Dienstag, 30. September, messen lassen – einfach um sicherzugehen, dass der Zeitpunkt auch ideal war. Das Ergebnis bestätigt genau das: 15,3 ng/ml – der perfekte Wert zur Ovulation.
1. Woche (Tag 1 bis 7) - Das Wunder beginnt
Nach dem harmonischen Decken mit Charlie beginnt nun das große Abenteuer – Tag 1 der Trächtigkeit.
In Jaci’s Bauch ist äußerlich noch nichts zu sehen, und doch passiert bereits so viel. Die befruchteten Eizellen wandern nun langsam die Eileiter entlang in Richtung Gebärmutter. Dort werden sie in den nächsten Tagen ankommen und sich weiter teilen.
Jaci selbst ist in dieser Zeit besonders ruhig. Sie schläft mehr, sucht häufig meine Nähe und ist einfach unheimlich verschmust.
Man merkt ihr an, dass sie sich „anders“ fühlt – ausgeglichener, zärtlicher, anhänglicher. Draußen läuft sie etwas gemächlicher, ist viel mit Schnüffeln beschäftigt und bleibt gern dicht bei mir.
Ihr Hunger ist groß, und sie genießt jede Streicheleinheit in vollen Zügen.
2. Woche (Tag 8 bis 14) – Kleine Reisende auf dem Weg
In dieser Woche wandern die befruchteten Eizellen weiter durch die Eileiter und erreichen schließlich die Gebärmutterhörner. Dort werden sie sich bald gleichmäßig verteilen, um später ihren Platz für die Einnistung zu finden. Sie sind jetzt winzig klein, bestehen aus vielen Zellen – aber jedes dieser kleinen Leben trägt bereits alle Anlagen für einen einzigartigen kleinen Welpen in sich.
Jaci ist weiterhin sehr anhänglich und ruhig. Sie schläft viel und beobachtet alles um sich herum mit einer fast sanften Gelassenheit. Ihr Appetit ist unverändert groß – sie frisst mit Begeisterung, und manchmal hat man das Gefühl, sie hört gar nicht mehr auf, mich nach einem kleinen Leckerli zu fragen…
Ihre Körperhaltung wirkt entspannt, ihr Blick weich – man spürt, dass ihr Körper sich langsam auf eine besondere Aufgabe vorbereitet.
3. Woche (Tag 15 bis 21) – Die kleinen Wunder nisten sich ein
Jetzt wird es richtig spannend: In dieser Woche erreichen die kleinen Zellbällchen (Blastozysten) ihr Ziel und nisten sich in der Gebärmutterwand ein.
Die Plazenta beginnt sich zu bilden – sie wird später die lebenswichtige Verbindung zwischen Mama und Welpen sein, über die alle Nährstoffe und Sauerstoff fließen.
Etwa ab dem 19. Tag ist die Trächtigkeit körperlich erkennbar, viele Hündinnen zeigen jetzt erste Anzeichen und auch Jaci verändert sich.
Sie ist noch verschmuster, sucht meine Nähe und fordert ihren Platz am Fußende im Bett bei mir ein ;)
Manchmal wirkt sie müder als sonst, schläft tief und seufzt dabei leise als würde sie ihre Energie sparen.
Am Morgen frisst sie nicht gleich ihr Futter, schaut mich nur mit diesen typischen „ich weiß auch nicht, warum mir gerade übel ist“-Augen an. Dafür schmeckt später am Vormittag das Essen dann umso besser. Auch draußen zeigt sich eine kleine Veränderung: Sie ist unabhängiger, hört manchmal einfach nicht – und ja, sie buddelt! Ganz typisch für sie in dieser Phase. Ich schmunzle jedes Mal, weil es mich an ihre früheren Trächtigkeiten erinnert.
4. Woche (Tag 22 bis 28) - Die kleinen Herzen schlagen
Die Einnistung ist abgeschlossen, und nun wachsen die winzigen Embryonen rasant.
Aus kleinen Zellhaufen werden echte kleine Mini-Hunde – mit Kopf, Rückgrat und winzigen Gliedmaßen.
Etwa ab dem 25. Tag beginnen die Herzen zu schlagen, und jeder kleine Schlag ist ein Versprechen auf neues Leben. Die Welpen sind jetzt etwa 1 cm groß – kleine, aber bereits perfekt angelegte Wunder.
Jaci selbst ist ruhig, schläft viel und ihre Zitzen werden leicht rosa und beginnen sich zu verändern – ein erstes sichtbares Zeichen der Trächtigkeit. Sie frisst wieder mit gutem Appetit und scheint einfach glücklich. Sie sucht oft Blickkontakt, legt den Kopf in meine Hand und atmet tief als wollte sie sagen: „Ich weiß, dass etwas in mir wächst.“
Ich kann es mal wieder kaum erwarten, was der Ultraschall bald zeigen wird…
5. Woche (Tag 29 bis 35) - Jaci ist tatsächlich trächtig
27. Oktober, Tag 30 – Ultraschalltermin:
Heute ist endlich der große Tag! Ich bin so aufgeregt und dann, dieser unvergessliche Moment -
mehrere kleine Blasen erscheinen sofort auf dem Bildschirm, und in jeder einzelnen schlägt ein winziges Herz. Jaci ist tragend! Auch wenn ich es schon geahnt habe, ist dieser Augenblick immer wieder einfach so magisch und wunderschön!
Jaci ist zufrieden, döst viel und genießt die vielen Kuscheleinheiten. Ihr Appetit ist groß, sie frisst wieder regelmäßig und mit Freude und wir erhöhen nun auf 3 Mahlzeiten täglich. Der Bauch ist noch flach, aber ihre Taille wirkt schon etwas fester, und ihre Zitzen sind deutlich größer. Ich habe sie heute daher auch mal wieder gewogen und vermessen:
Gewicht: 28,4 kg
Brustumfang: 73,5 cm – Taille: 72 cm – Becken: 63,5 cm
Sie hat also nicht nur an Gewicht, sondern auch bereits an Umfang zugenommen :)
Die kleinen Föten sind jetzt etwa 2,5–3 cm groß und sehen schon aus wie winzige Hunde. Kopf, Augen, Beinchen, sogar die Zehenanlagen sind erkennbar.
Alle Organe sind angelegt, jetzt heißt es wachsen, wachsen, wachsen!
6. Woche (36 bis 42) - Jaci‘s Bauch wird größer
Die sechste Trächtigkeitswoche bringt Ruhe und Veränderung zugleich – von außen ist noch kaum etwas zu sehen und doch wächst in Jaci’s Bauch neues Leben mit jeder Stunde. Unsere kleinen Eisbärchen entwickeln sich jetzt rasant. Winzige Wunder, die sich Schritt für Schritt zu richtigen kleinen Hundebabys formen.
Die Föten sind inzwischen etwa 3,5 bis 5 Zentimeter groß und sehen schon aus wie Mini-Hunde. Kopf, Pfötchen, kleine Schwänzchen, Ohren und Augenlider – alles ist da. Selbst winzige Krallen und Barthaare beginnen zu wachsen.
Ihr Skelett verknöchert nun langsam, die Organe reifen weiter, und auch die Pigmentzellen beginnen sich zu bilden – sie bestimmen später, welche Fellfarbe, Nasen- und Ballenfarbe unsere kleinen Eisbärchen haben werden.
Auch bei Jaci zeigt sich nun zart die Veränderung.
Ihr Bauch ist ein kleines bisschen runder geworden, und sie bekommt wieder diese süßen Puscheln an den Flanken, die sie in jeder Trächtigkeit trägt.
Ihr Appetit ist groß und sie frisst mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Sie schläft viel, ist unglaublich anhänglich und sucht oft meine Nähe. Wenn man sie beobachtet, merkt man, wie gelassen und instinktiv sie mit allem umgeht – sie weiß genau, was in ihr passiert.
Es ist eine wunderschöne und ruhige Zeit voller Vorfreude.
Noch ein paar Tage, und wir können vielleicht schon die ersten zarten Bewegungen unserer kleinen Eisbärchen unter Jaci’s Herz spüren.
7. Woche (Tag 43 bis 49) - das letzte Drittel der Trächtigkeit beginnt
Die siebte Trächtigkeitswoche ist eine ganz besondere Zeit, denn Jaci’s kleines Geheimnis wird nun langsam sichtbar.
Ihr Bauch ist deutlich runder geworden, die Taille verschwindet, und sie trägt ihr kleines Bäuchlein voller Stolz. Wenn sie sich streckt oder auf der Seite liegt, kann man es richtig sehen, dass in ihrem Inneren unsere kleinen Eisbärchen heranwachsen.
Am 42. Tag (8. November) bringt sie bereits 29,6 kg auf die Waage, mit Maßen von 75 – 77 – 67,5 cm (Brust – Taille – Becken).
Das ist ein ganz natürlicher, schöner Zuwachs und man sieht ihr an, dass sie sich rundum wohlfühlt.
Die Entwicklung der Eisbärchen ist in dieser Woche beeindruckend:
Sie sind jetzt etwa 6 bis 7 Zentimeter groß und wiegen ungefähr 100 Gramm, also fast so viel wie eine kleine Kiwi.
Ihre Körperform ist nun vollständig erkennbar: sie haben kleine Schnauzen, Ohren, Pfötchen und Schwänzchen. Die Knochen härten weiter aus, das Fell beginnt zu wachsen, und sie bekommen schon ihren typischen Golden-Retriever-Flaum, der später zu ihrem weichen Welpenfell wird.
Auch die ersten Pigmente für Nase, Ohren und Pfotenballen werden gebildet – jeder kleine Eisbär bekommt nun sein ganz eigenes Aussehen.
Jaci selbst ist in dieser Zeit besonders liebevoll.
Sie schläft viel, bewegt sich ruhiger, aber wenn wir draußen sind, hat sie immer noch ihre fröhlichen Momente. Sie genießt es, sich in die Sonne zu legen oder sich den Bauch kraulen zu lassen.
Ihr Wesen ist unglaublich sanft, so als wolle sie ihre Eisbärchen schon jetzt beschützen.
Jetzt wird es dann langsam ernst - die Wurfkiste steht bald wieder bereit, und ich fange an, alles für die Geburt vorzubereiten.
Man spürt schon die Vorfreude, aber auch die Ruhe, die über allem liegt. Jaci weiß genau, was sie tut. Sie ist eine erfahrene, fürsorgliche Mama und es ist jedes Mal aufs Neue berührend, sie dabei zu erleben.
Unsere kleinen Eisbärchen sind jetzt schon richtige kleine Hunde – nur noch winzig klein. Und mit jedem Tag, der vergeht, wächst die Spannung ein bisschen mehr.
8. Trächtigkeitswoche (Tag 50 bis 56) - die Vorfreude steigt und steigt
Wir starten in die achte Woche und Jaci hat in den letzten Tagen wieder gut zugelegt. An Tag 51 lag ihr Gewicht bei 31,6 kg, der Brustumfang bei 75 cm, die Taille bei 80 cm und der Hüftumfang bei 72 cm. Damit verläuft alles sehr ähnlich wie bei ihren letzten Würfen.
Von außen spürt man die kleinen Eisbärchen noch nicht. Das ist in dieser Phase völlig normal; meist dauert es nur noch ein paar Tage, bis die ersten kleinen Bewegungen durch die Bauchdecke zu fühlen sind. Auf diesen Moment freue ich mich jedes Mal ganz besonders!
Seit zwei Tagen zeigt Jaci wieder ihr typisches Nestbauverhalten. Sie buddelt in ihrem Körbchen, schiebt ihre Decken zurecht und bereitet sich ganz instinktiv auf die kommenden Wochen vor. Es ist so schön zu sehen, wie ruhig und sicher sie das alles macht.
Draußen hingegen würde niemand glauben, dass sie bereits im letzten Drittel ihrer Trächtigkeit ist.
Jaci ist topfit, läuft flott und fröhlich, ist aufmerksam und zeigt draußen keinerlei Müdigkeit. Das ist völlig typisch für sie – sie bleibt bis kurz vor der Geburt aktiv und leichtfüßig.
Diese Woche durften wir schon einige Welpenfamilien kennenlernen. In den nächsten Tagen stehen noch weitere Besuche an – am Ende soll schließlich jedes Eisbärchen genau die Familie finden, die perfekt zu ihm passt.
Am Freitag haben wir dann noch unseren Röntgentermin. Das ist immer der aufregendste Moment vor der Geburt, denn dann wissen wir endlich, wie viele kleine Eisbärchen sich in Jaci verstecken. Danach können wir alles im Detail planen und uns noch bewusster auf die bevorstehende Ankunft vorbereiten.
Jaci geht es jedenfalls rundum gut. Sie schläft viel, ist sehr verkuschelt und anhänglich, draußen dagegen voller Energie. Die ersten spürbaren Welpenbewegungen lassen sicher nicht mehr lange auf sich warten, und die Vorfreude wächst jeden Tag ein bisschen mehr bei uns!
9. Trächtigkeitswoche (Tag 57 bis 64) – der Countdown beginnt
Mit Beginn der 9. Trächtigkeitswoche ist klar: Jetzt kann es jederzeit losgehen.
Jaci wirkt insgesamt ruhiger, zieht sich mehr zurück und sucht ganz bewusst meine Nähe. Ihr Bauch ist deutlich rund, die Bewegungen der kleinen Eisbärchen sind gut spürbar und teilweise sogar sichtbar.
Die Körpertemperatur liegt zunächst noch im normalen Trächtigkeitsbereich. Jaci frisst kleiner Portionen, schläft viel, steht zwischendurch auf, legt sich wieder hin und wirkt insgesamt sehr in sich gekehrt. Erste Buddelversuche und Unruhephasen zeigen mir, dass der Körper sich langsam auf die Geburt vorbereitet.
Die Geburt unserer sieben kleinen Wunder
Am Vormittag des 30.11. gegen 11:00 Uhr, zeigt sich bei Jaci der deutliche Temperatursturz. Die Temperatur fällt spürbar ab, sinkt im Verlauf bis auf 36,1 °C und steigt anschließend langsam wieder an.
Ab diesem Moment ist mir klar: Die Geburt steht unmittelbar bevor.
Jaci beginnt vermehrt zu hecheln. Sie döst immer wieder kurz ein, wird dann unruhig, steht auf, legt sich neu ab. Sie buddelt, schleckt sich, würgt zwischendurch leicht und wechselt häufig ihre Position. Alles an ihr wirkt ruhig, fokussiert und ganz nach innen gerichtet.
Zwischendurch tritt gegen Abend etwas klare, geruchlose Flüssigkeit aus – vermutlich die ersten Anteile des Fruchtwassers.
Die folgende Nacht ist geprägt von Hecheln, kurzen Ruhephasen und immer wieder neuer Unruhe. Draußen ist Jaci zeitweise erstaunlich gelassen, erledigt sich ruhig und möchte gar nicht sofort wieder hinein. Drinnen jedoch setzt das Hecheln erneut ein – als würde sie spüren, dass es langsam ernst wird.
Ein ganz klassischer Beginn der Eröffnungsphase.
Die Geburt unserer sieben kleinen Eisbärchen
Am Vormittag gegen 11:00 Uhr, 30.11., zeigt sich bei Jaci der deutliche Temperatursturz. Die Temperatur fällt spürbar ab, sinkt im Verlauf bis auf 36,1 °C und steigt anschließend langsam wieder an. Ab diesem Moment ist mir klar: Die Geburt steht unmittelbar bevor.
Jaci beginnt vermehrt zu hecheln. Sie döst immer wieder kurz ein, wird dann wieder unruhig, steht auf, legt sich neu ab. Sie buddelt, schleckt sich, würgt zwischendurch leicht und wechselt häufig ihre Position. Alles an ihr wirkt ruhig und zugleich sehr fokussiert, fast so, als würde sie sich immer mehr nach innen zurückziehen. Zwischendurch tritt etwas klare, geruchlose Flüssigkeit aus – vermutlich die ersten Anteile des Fruchtwassers.
Die folgende Nacht ist geprägt von Hecheln, kurzen Ruhephasen und immer wieder neuer Unruhe. Draußen wirkt Jaci zwischenzeitlich erstaunlich gelassen, erledigt sich ruhig und möchte gar nicht sofort wieder hinein. Drinnen jedoch beginnt das Hecheln erneut. Ein ganz klassischer Beginn der Eröffnungsphase.
Am Morgen des 1.12.2025 liegt Jacis Temperatur wieder bei etwa 37,1 °C. Sie ist wach, präsent und ganz bei sich. Immer wieder hechelt sie, presst leicht und wirkt dabei unglaublich konzentriert und ruhig.
Um 07:38 Uhr erblickt der erste kleine Eisbär das Licht der Welt. In diesem Moment weiß ich: Jetzt ist Jaci mitten in der Geburt angekommen – und mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen.
Im weiteren Verlauf kommen die Welpen in teils kurzen, teils längeren Abständen zur Welt. Dazwischen gibt es immer wieder Pausen, in denen Jaci sich zu ihren Babys legt, sie liebevoll putzt, trinken lässt und neue Kraft sammelt. Sie wirkt ruhig, instinktsicher und ganz bei ihren Welpen – eine Mama, wie man sie sich nur wünschen kann.
Nach fünf geborenen Welpen folgt eine längere Pause von etwa einer Stunde. Jaci presst zwischendurch noch einmal, ohne dass sofort ein Welpe folgt – etwas, das bei Mehrlingsgeburten völlig normal ist. Dennoch liegt in diesen Momenten eine spürbare Anspannung in der Luft. Umso schöner ist es, als sich zeigt, dass alles weiterhin gut verläuft.
Nach und nach erblicken schließlich alle sieben kleinen Eisbärchen gesund das Licht der Welt.
Nach der Geburt kehrt zunächst keine wirkliche Ruhe ein. Jaci zeigt weiterhin Unruhe und deutliche Nachwehen, weshalb wir uns entscheiden, sie vorsorglich in der Tierklinik vorzustellen. Auch wenn wir wissen, dass solche Nachgeburtswehen vorkommen können, möchten wir in diesem Moment kein Risiko eingehen.
In der Klinik stellt sich schnell heraus, dass sich kein weiterer Welpe mehr im Bauch befindet. Die Gebärmutter zieht sich weiterhin zusammen – schmerzhaft für Jaci, aber medizinisch unbedenklich. Nach der Gabe eines Schmerzmittels kann sie sich entspannen, und auch für mich fällt in diesem Moment die letzte Anspannung ab. Die Erleichterung ist groß.
Zurück zu Hause kehrt dann endlich Ruhe ein. Jaci legt sich zu ihren Welpen, kümmert sich ruhig und sehr liebevoll um jedes einzelne. Alle vier Rüden und drei Hündinnen trinken gut, wirken zufrieden und vital.
In diesen Stunden bin ich einfach nur überwältigt von Dankbarkeit. Dankbar dafür, dass alles gut gegangen ist. Dankbar für Jaci, ihre Stärke, ihre Ruhe und ihr Vertrauen. Und dankbar für jedes einzelne kleine Leben, das nun hier bei uns liegt.
In diesem Moment zählt nichts weiter – nur Ruhe, Wärme und das leise Wunder neuen Lebens.