Abby - während der Trächtigkeit 



Ernährung in der Zucht – warum alles bereits mit der Läufigkeit beginnt

Viele beginnen erst dann genauer auf die Ernährung zu achten, wenn die Hündin bereits tragend ist. Tatsächlich beginnt die entscheidende Phase jedoch deutlich früher – bereits mit der Läufigkeit. 


Wenn du selbst züchtest und unsicher bist, ob die Versorgung deiner Hündin wirklich optimal ist, kannst du dich gerne bei mir melden.

🐾 Ernährung in der Zucht – warum alles bereits mit der Läufigkeit beginnt



Wann sollte man die Fütterung bei einer trächtigen Hündin anpassen?


Viele beginnen erst dann genauer auf die Ernährung zu achten, wenn die Hündin bereits tragend ist.

Tatsächlich beginnt die entscheidende Phase jedoch deutlich früher – bereits mit der Läufigkeit.


In dieser Zeit wird der Körper der Hündin vorbereitet:


  • hormonell
  • stoffwechseltechnisch
  • immunologisch


Wenn diese Phase nicht stabil verläuft, kann sich das später zeigen – beispielsweise in einer unruhigen Läufigkeit, fehlender Standhitze, erschwerter Aufnahme oder auch in einer weniger stabilen Trächtigkeit.



Warum beginnt die richtige Ernährung schon in der Läufigkeit?


Die Läufigkeit ist nicht nur eine Vorstufe zur Trächtigkeit, sondern eine eigenständige, entscheidende Phase.


Im Körper laufen Prozesse ab, die äußerlich oft kaum sichtbar sind:


  • hormonelle Steuerung des Zyklus
  • Vorbereitung der Gebärmutter
  • Anpassung des Stoffwechsels
  • Aktivität des Immunsystems


Gerade hier entscheidet sich, wie stabil die Hündin in die Belegung geht.


Aus der Praxis zeigt sich, dass Hündinnen mit:


  • unregelmäßigen Läufigkeiten
  • fehlender Standhitze
  • wiederkehrender Scheinschwangerschaft


häufig bereits in dieser Phase ein Ungleichgewicht im System haben können.




Stoffwechsel und Eiweißbausteine – Grundlage für die Entwicklung


Für die Abläufe rund um Läufigkeit, Trächtigkeit und Entwicklung der Welpen benötigt der Organismus mehr als nur Energie.


Entscheidend sind:


  • Eiweißbausteine für den Gewebeaufbau
  • Enzyme für Stoffwechselprozesse
  • Mineralstoffe und Spurenelemente
  • Vitamine in ausgewogener Zusammensetzung


Die Hündin versorgt nicht nur sich selbst, sondern baut gleichzeitig neues Leben auf.


Daher reicht es nicht aus, „gut“ zu füttern – entscheidend ist, ob die Versorgung tatsächlich bedarfsgerecht ist.




Welche Rolle spielt das Immunsystem in der Trächtigkeit?


Ein zentraler, oft unterschätzter Punkt ist das Immunsystem.


Bereits vor der Geburt wird die Grundlage für die spätere Widerstandskraft der Welpen gelegt.

Die eigentliche Immunübertragung erfolgt jedoch vor allem über das Kolostrum, über das die Welpen in den ersten Lebenstagen wichtige Antikörper aufnehmen.


Eine stabile Immunlage der Hündin ist daher ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung der Welpen.




Phytostoffe und natürliche Unterstützung des Organismus


Neben klassischen Nährstoffen können auch sekundäre Pflanzenstoffe eine Rolle spielen.


Diese können den Organismus unterstützen durch:


  • antioxidative Effekte
  • entzündungshemmende Eigenschaften
  • Stabilisierung von Stoffwechselprozessen


Gerade in Phasen erhöhter Belastung wie Läufigkeit und Trächtigkeit kann dies dazu beitragen, den Körper der Hündin zu stabilisieren.




Übergang zur Trächtigkeit – Stabilität vor Erhöhung


Nach der Belegung beginnt eine Phase, in der äußerlich oft noch wenig sichtbar ist.


Im Körper jedoch laufen bereits entscheidende Prozesse:


  • Entwicklung der befruchteten Eizellen
  • Einnistung
  • Anpassung des Stoffwechsels


In dieser Phase sollte der Fokus auf Stabilität liegen.


Eine zu frühe oder zu starke Erhöhung der Futtermenge kann den Organismus belasten, statt ihn zu unterstützen.




Das letzte Drittel der Trächtigkeit – wann steigt der Bedarf?


Ab der zweiten Hälfte der Trächtigkeit, insbesondere im letzten Drittel, steigt der Bedarf deutlich an.


Jetzt entwickeln sich die Welpen sehr schnell:


  • Organe werden vollständig ausgebildet
  • Knochen aufgebaut
  • das Immunsystem entwickelt sich weiter


Der Energiebedarf sowie der Bedarf an Eiweiß, Mineralstoffen und Spurenelementen erhöhen sich deutlich.


Die Futtermenge sollte in dieser Phase angepasst werden – immer individuell abgestimmt auf Hündin, Wurfgröße und Zustand.




Mineralstoffgleichgewicht – ein entscheidender Faktor


Ein zentraler Punkt in der Zucht ist das Gleichgewicht der Mineralstoffe.


Besonders relevant ist das Verhältnis von:


  • Calcium
  • Phosphor
  • Spurenelementen


Ein Ungleichgewicht kann sich auf verschiedene Bereiche auswirken, beispielsweise:


  • die Knochenentwicklung der Welpen
  • die Muskelarbeit der Hündin
  • den Geburtsverlauf
  • die Stabilität in der Säugephase




Die Säugephase – höchste Belastung für die Hündin


Nach der Geburt beginnt für die Hündin eine Phase mit maximaler Beanspruchung.


Sie muss:


  • sich regenerieren
  • gleichzeitig Milch produzieren
  • mehrere Welpen versorgen


Der Bedarf an Energie, Mineralstoffen und Vitaminen steigt nochmals deutlich an.


Gerade in dieser Phase zeigt sich häufig, ob die Hündin bereits in der Trächtigkeit stabil aufgebaut wurde.




Warum auch der Deckrüde berücksichtigt werden sollte


In der Zucht liegt der Fokus häufig auf der Hündin.

Der Deckrüde wird dabei oft weniger berücksichtigt.


Dabei spielt auch die Qualität der Samen eine Rolle für den Zuchterfolg.

Diese kann ebenfalls durch die Versorgung des Organismus beeinflusst werden.


Eine ganzheitliche Betrachtung sollte daher beide Tiere einbeziehen.



Erfahrung aus der Praxis


In der Praxis zeigt sich immer wieder:


Probleme entstehen selten plötzlich.

Sie entwickeln sich häufig über einen längeren Zeitraum.


Oft handelt es sich nicht um grobe Fehler, sondern um kleine Ungleichgewichte im System, die zunächst unauffällig bleiben.


Gerade deshalb ist es sinnvoll, diesen Bereich frühzeitig bewusst zu begleiten.




Fazit


Eine bedarfsgerechte Ernährung in der Zucht beginnt nicht erst mit der Trächtigkeit, sondern bereits mit der Läufigkeit.


Wer den gesamten Verlauf versteht und gezielt begleitet, schafft die Grundlage für gesunde, stabile Welpen und eine belastbare Hündin.



Austausch unter Züchtern


Viele Fragestellungen in der Zucht lassen sich nicht pauschal beantworten, da jede Hündin individuell reagiert.


Wenn du selbst züchtest und dich dazu austauschen möchtest, kannst du dich gerne melden.


Karin 🐾